Sollte die Bewerbung Anklang finden, folgt meist ein Vorstellungsgespräch. Hier sollte sich der Bewerber möglichst natürlich, aber dennoch formal korrekt verhalten. Nicht gefragt sind Masken, die das tatsächliche Bild des Bewerbers verzerren. Auch sollte man die richtige Balance bei der Wahl der Garderobe finden. Ein Lagerarbeiter muss nicht im Maßanzug zum Vorstellungsgespräch erscheinen, sollte aber dennoch dezent gekleidet sein. Prinzipiell sollte man sich immer an die üblichen Kleidungsgepflogenheiten des jeweiligen Berufs anpassen.
Üben kann man bestimmte Gespräche. Der Bewerber sollte auf Fragen klare und aussagekräftige Antworten geben können. Ein paar Gedanken zur Gehaltsvorstellung sind ebenfalls angebracht; hier sollte man sich an den marktüblichen Tarifen orientieren. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert, aber übertreiben Sie es nicht. Auch der Ort spielt eine Rolle. In Regensburg kann sich das Gehalt beispielsweise deutlich von dem in der Lausitz unterscheiden. Ein offenes und ehrliches Lächeln hilft ebenfalls, Sympathie zu erwecken.
Selbstbewusstsein
Das Selbstbewusstsein scheint eine selbstverständliche Sache zu sein, doch wer schon viele Absagen auf Bewerbungen erhalten hat, kann schon einmal unsicher werden. Das ist auch nicht verkehrt: Man sollte sich grundsätzlich immer darauf überprüfen, ob man Fehler gemacht hat oder sonstige Verbesserungen vornehmen kann. Dennoch sollte eine Absage nicht zur Verzweiflung führen. Es gibt oft zu viele gute Bewerber für eine Stelle. Man kann alles richtig gemacht haben und trotzdem eine Absage bekommen. Umgekehrt darf man aber nicht zu selbstbewusst auftreten, denn das wirkt schnell uncharmant und arrogant. Der Bewerber sollte durchaus auch selbst Fragen stellen, denn schließlich möchte auch er etwas über die zukünftige Arbeitsstelle erfahren.
Die Google-Falle
Noch ein Wort zum Umfeld des Bewerbers. Inzwischen ist es bei Arbeitgebern durchaus üblich, Bewerber zu googeln. Die Aktivitäten in sozialen Netzwerken wie Facebook fallen dabei oft unangenehm auf. Man sollte sich immer im Klaren darüber sein, dass alles, was man irgendwann ins Netz gestellt hat, plötzlich wieder auftauchen kann. Es gibt keinen Radiergummi für das Internet. Bevor man also ein Handyvideo von einer feuchtfröhlichen Feier oder Fotos von einer Party mit dem Eimer Sangria am Hals hochlädt, sollte man sich Gedanken darüber machen, wie diese Fotos und Videoaufnahmen möglicherweise auf einen zukünftigen Chef wirken würden. Zeigen Sie im Netz nichts, was nicht wirklich jeder sehen darf. Trotz der Nutzung von Privatsphäre-Einstellungen kann es immer vorkommen, dass solche Bilder irgendwann zum Bumerang werden.

