Positive Haltung vermitteln

Eine positive Grundhaltung und immer locker bleiben - nicht ganz einfach beim Bewerbungsgespräch

Eine positive Grundhaltung und ganz locker bleiben - nicht einfach bei einem Bewerbungsgespräch

Im Bewerbungsgespräch ist es wichtig, eine positive Grundhaltung zu vermitteln. Viele Bewerber machen den Fehler, darauf nur in den ersten Minuten eines Gesprächs zu achten. Dabei ist es mit etwas Übung gar nicht schwer. Man muss nach dem Prinzip des „das Glas ist halb voll, nicht halb leer“ vorgehen. Negative Äußerungen sollten vermieden und in eine positive Bemerkung verwandelt werden. Ein gutes Beispiel dafür wäre, nicht über „den Wertverlust des Euro“ zu sprechen, sondern über „die Chancen für die Exportwirtschaft durch den günstigen Eurokurs“. Es vermittelt den Eindruck, dass der Bewerber die positiven Seiten einer Sache erkennt und dies auch seiner Grundhaltung entspricht. Und immer locker bleiben. Wer sich zu intensiv auf eine Situation vorbereitet, wirkt schnell verkrampft und unnatürlich.

Fast jeder Bewerber wird gebeten, etwas über sich zu erzählen. Dabei sollte nicht einfach der Lebenslauf noch einmal heruntergebetet werden. Vielmehr möchte ein Arbeitgeber eine strukturierte Präsentation des Bewerbers, die aber auch nicht allzu lange dauern sollte. Fünf Minuten sind hier ein guter Mittelwert. Manchmal stellen Personalchefs auch Fragen über die Firma oder regionale Besonderheiten. Bestimmte Standardfragen aber werden in Hamburg so oft gestellt wie in Regensburg oder Stuttgart. Sie können gut vorbereitet werden. Einige Arbeitgeber locken Bewerber mit ihren Fragen auch in die Falle. Beliebt ist zum Beispiel die Frage, welche Bedeutung Geld für den Arbeitnehmer hat. Viele antworten vorschnell, dass Geld für sie nicht wichtig sei. Hier wäre es besser, eine professionelle Haltung einzunehmen und zu erklären, dass man für eine gute Leistung auch eine angemessene Bezahlung erwarten darf. Immerhin ist das auch das Prinzip jeder erfolgreichen Firma.

Kein Mensch kann alles wissen. Das muss man auch zugeben können. Wenn ein Bewerber für eine Ausbildungsstelle also eine bestimmte Antwort nicht kennt, darf und soll er das ruhig zugeben, anstatt eine Geschichte zu konstruieren und sich auf gefährliches Terrain zu begeben. Sicher gibt es viele Dinge, die man wissen sollte, doch wenn man etwas nicht weiß, ist es besser, das einfach zuzugeben. Erfinden Sie keine Geschichten und geben Sie nicht vor, etwas zu kennen, wenn das nicht der Fall ist. Ansonsten könnten folgende Nachfragen sehr peinlich werden.

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