
Der Branche entsprechend gekleidet zum Bewerbungsgespräch
Einfache Frage mit komplizierter Antwort. Wie man in einem Bewerbungsgespräch auftritt, hängt zum Teil sicherlich von der jeweiligen Branche ab. So sollte ein in der Branche üblicher Dresscode eingehalten werden. Wer zum Beispiel eine Ausbildung in einer Bank beginnen möchte, wird mit kurzen Hosen und Turnschuhen keinen sonderlichen Erfolg haben. Umgekehrt wird von einem Bewerber für eine Stelle als Hausmeister sicher nicht erwartet, in einem Frack vorzusprechen. Ein gesunder Mittelweg ist hier zu empfehlen.
Am wichtigsten ist es, stets gepflegt zu erscheinen. Hemd und Krawatte helfen nicht weiter, wenn sich das Frühstücksei darauf wiederfindet. Übertriebene Haarfarben, extravagante Haarschnitte, übertriebenes Makeup und Parfümwolken tragen ebenfalls nicht zum Erfolg bei, wenngleich es einzelne Branchen gibt, in denen ein solcher Akzent betont werden kann. Auch mit Schmuck sollte eher zurückhaltend umgegangen werden. Nicht zu viel, nicht zu protzig, am besten immer stilvoll. Speziell im Kundenkontakt muss ein Bewerber für eine Ausbildungsstelle sich im Klaren darüber sein, dass der Arbeitgeber in der Regel keine Gesichtspiercings oder auffällige Tattoos wünscht. In Branchen mit Lebensmitteln kann das Tragen von (Körper-)schmuck auch aus hygienischen Gründen völlig untersagt sein.
Hat man also sein passendes Erscheinungsbild gefunden, kann es hilfreich sein, sich genauer im Spiegel zu betrachten. Sitzt die Kleidung richtig? Passt alles zusammen? Wie ist die Körpersprache? Wer die Möglichkeit hat, kann auch eine Videokamera einsetzen, um einmal einen objektiven Blick auf sich selbst zu erhaschen. Außerdem hilft es dabei, Hemmungen abzubauen. Besonders bei der Körpersprache kann man viele Fehler machen. Selbstbewusst auftreten, ohne arrogant zu wirken, fällt nicht jedem leicht. Dennoch; ein Lächeln wirkt fast immer und hilft dabei, laut und deutlich zu artikulieren und eine sympathische Grundhaltung zu erzeugen. Auch eine aufrechte Haltung trägt dazu bei. Dies sollte beim Sitzen nicht vergessen werden. Ganz wichtig ist es, bei einem Gespräch den Augenkontakt zu behalten. Natürlich sollte man niemanden anstarren, aber wer sein Gegenüber nicht ansieht, wirkt schnell unkonzentriert, abgelenkt oder gar unfreundlich. Ein Profitipp: Wer sich nicht sicher ist, in welches Auge er schauen soll, kann auf die Nasenwurzel blicken. Als Fixpunkt erleichtert sie den Blickkontakt, denn für das Gegenüber wirkt es so, als ob man ihm direkt in die Augen sieht.
