Keine Ausbildungsstelle gefunden? Möglichkeiten zur Überbrückung nutzen!

Nicht alle, die in Regensburg nach Lehrstellen suchen, werden sofort fündig. Obwohl auch oft noch nach Beginn des Ausbildungsjahres manchmal eine Stelle frei wird, muss man irgendwann akzeptieren, dass es in diesem Jahr nichts mit einer Ausbildung wird. Das ist aber kein Grund zur Verzweiflung oder gar zur Panik. Immerhin gibt es sinnvolle Möglichkeiten, die Zeit bis zur nächsten Bewerbungsrunde zu überbrücken und sich dabei auch noch weiter zu qualifizieren.

Schlechtes Zeugnis kann durch Qualifikationen ausgeglichen werden

Oft scheitert die erfolgreiche Bewerbung um eine Ausbildungsstelle an einem schlechten Schulzeugnis. Besonders Bewerber mit schlechten Hauptschulabschlüssen sind auf dem Stellenmarkt benachteiligt. Diesen Nachteil kann man aber mit weiterführenden Qualifikationen wettmachen. Je nach der gewünschten Berufsrichtung kann beispielsweise ein Sprachkurs von großem Nutzen sein. Sie werden in verschiedenen Formen angeboten und reichen von lokalen Unterrichtsstunden bis hin zu Reisen in die entsprechenden Länder. Dies ist auch deswegen interessant, weil damit eine Auslandserfahrung verbunden wird, die bei vielen Arbeitgebern gut ankommt.

Sprachkurse in vielen Berufen sinnvoll

Wer sich für eine Sprachreise entscheidet, sollte darauf achten, einen seriösen und kompetenten Anbieter zu finden. Ein Vorabtest, der dazu dient, die sprachlichen Kenntnisse einzuschätzen, ist unbedingt notwendig, um in die richtigen Kurse zu kommen. Der Aufenthalt bei einer Gastfamilie im Ausland ist dem einer Gruppenunterbringung vorzuziehen, weil die Gastfamilie in aller Regel nur die Fremdsprache spricht. Dies dient nicht nur dem Lernerfolg, sondern bringt auch alltägliche Bezüge zur Sprachnutzung.

Eingangsqualifikation als Tor zur Ausbildungsstelle

Doch nicht bei jeder Ausbildung ist das Erlernen einer Fremdsprache notwendig. Es kann beispielsweise sinnvoll sein, sich bei einem Betrieb, der einem hinsichtlich der Lehrstelle eine negative Antwort beschert hat, um ein Langzeitpraktikum zu bewerben. Hiermit kann eine sogenannte Einstiegsqualifikation (EQ) erworben werden, die nicht selten das Tor für eine spätere Ausbildungsstelle öffnet – manchmal auch in einer anderen Firma. Bei der EQ profitieren beide Seiten. Der Betrieb kann den künftigen Mitarbeiter unter realen Arbeitsbedingungen einschätzen, während der Praktikant den Arbeitsalltag kennen lernt.

Zeigen, was in einem steckt

Wer sich für eine EQ entscheidet, sollte sich zuvor bei der IHK erkundigen. Hier werden diese Langzeitpraktika gemeinsam mit den Betrieben ausgearbeitet. Dies stellt sicher, dass auch tatsächlich eine brauchbare Qualifikation erworben wird und das Praktikum nicht einfach für die Beschaffung günstiger Arbeitskräfte missbraucht wird. Wichtig für den Auszubildenden ist, dass er mit Hilfe einer solchen Maßnahme zeigen kann, dass er jenseits der schulischen Zeugnisse dem künftigen Arbeitgeber einiges zu bieten hat.