Fingerspitzengefühl bei der Bewerbung

Bewerbungsunterlagen - hier gilt es die individuellen Ansprüche zu bedienen.

Bevor man eine Bewerbung verfasst, sollte man sich einen Moment Zeit nehmen, um sich Gedanken darüber zu machen. Es gibt zahlreiche Vorlagen und Varianten der „richtigen“ Bewerbung, aber in Wirklichkeit gibt es die optimale Bewerbung an sich nicht. Was es gibt, sind einige generelle Richtlinien, an die sich der Bewerber halten kann und sollte. Doch letztlich wird eine Einstellung nicht an einem kleinen Formfehler in einem Bewerbungsschreiben scheitern. Allerdings sollte man die Sache auch nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn die Bewerbung ist in der Regel der erste Eindruck, den ein Arbeitgeber überhaupt vom Bewerber erhält- und für diesen ersten Eindruck bekommt man bekanntlich keine zweite Chance.

Besucht man ein professionelles Bewerbungstraining, bekommt man stets die neuesten und vermeintlich besten Varianten vermittelt, wie man sich am effektivsten bewirbt. Eine Garantie für eine erfolgreiche Bewerbung sind diese Trainings allerdings nicht. Und wer schon einmal solche Trainings absolviert hat, stellt schnell fest, dass sich die formalen Vorgaben beinahe wöchentlich zu ändern scheinen. Was vor sechs Monaten noch in Ordnung war, gilt inzwischen als veraltet. Sicher ist die richtige Form ein gutes Argument, doch man sollte bedenken, dass die wenigsten Chefs sich pausenlos mit den neuesten Normen für Bewerbungen beschäftigen.

Vor allem spielen auch die Branche und die Region eine bedeutende Rolle. So wird eine Online-Bewerbung bei einem IT-Unternehmen in Berlin sicher gut ankommen. Bei einer alteingesessenen Schreinerei sollte man sich aber eher klassisch bewerben. Auch bezüglich der Formalien sollte überlegt werden, was der Betrieb erwartet. Der besagte Schreinermeister mit seinem Familienbetrieb in Regensburg, der vielleicht vor dreißig Jahren das letzte Mal selbst ein Bewerbungsschreiben verfasst hat und einmal jährlich einen Auszubildenden sucht, kann mit den modernsten Formen der Anschreiben eventuell wenig anfangen. Formulierungen, die heute als knapp und aussagekräftig gelten, können bei solchen Chefs schnell als unpersönlich und sogar unfreundlich erscheinen. Diese Firmen möchten nicht selten gerne das sehen, was „schon immer so war“. Etwas Fingerspitzengefühl ist daher nie verkehrt. Umgekehrt kann man mit einer „altmodischen“ Bewerbung bei einem modernen IT-Unternehmen nicht unbedingt punkten. Gerade in Berufen, in denen es um eine Bürotätigkeit geht, sollte der Bewerber stets auf dem neuesten Stand sein und die Bewerbung den neuesten Erkenntnissen anpassen.

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One Response to “Fingerspitzengefühl bei der Bewerbung”

  1. Homöopathie 5. Juni 2010 at 09:40 #

    Nach dieser Information hatte ich gesucht, vielen Dank!

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