„Was stört Sie an Ihren Mitmenschen am meisten?“
Hier sollte der Bewerber ebenfalls gut vorbereitet sein. Vermeiden sollte man unbedingt politische und weltanschauliche Aussagen, ganz besonders, wenn man die Einstellung des Gegenübers nicht kennt. Auch offensichtlich peinliche Dinge wie „Schweißfüße und Warzen“ sollten hier nicht genannt werden. Ganz wichtig ist auch, keine unversöhnlichen Worte zu wählen. „Ich hasse Vegetarier“ klingt nach Konflikt und Unfrieden. Aussagen wie: „Gelegentlich stört mich die Intoleranz anderer Menschen“ oder: „Mich ärgern schlecht organisierte Mitarbeiter“ sind Beispiele für passende Antworten auf diese Frage.
„Welche Gehaltsvorstellungen haben Sie?“
Eine Frage, die bei Auszubildenden meist weniger gestellt wird, aber durchaus auch hier vorkommt. Ob man sich für eine Ausbildungsstelle oder eine andere Stelle bewirbt, ist aber nicht so wichtig. Grundsätzlich sollte man sich im Vorfeld über die durchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten informieren. Gehaltstabellen können allerdings stark voneinander abweichen. Regionale Unterschiede (z.B. zwischen Regensburg und Aachen) können ebenso zu Buche schlagen wie die Größe eines Unternehmens und die Frage nach Tarifverträgen. Eine feste Summe zu nennen, ist ebenfalls unvorteilhaft. Eine Antwort wie: „Ich habe mir zwischen x und y Euro jährlich vorgestellt“ ist deutlich besser. Achtung: Weder Über- noch Untertreibungen sind hilfreich. Wer zu hoch pokert, wird oft schon alleine deswegen nicht eingestellt. Wer sich aber unter Wert verkauft, wird bestenfalls ausgenutzt, schlimmstenfalls aber ebenfalls nicht beschäftigt, da viele Arbeitgeber eine derartige Äußerung ebenfalls negativ bewerten.
„Welche Hobbies haben Sie und wie verbringen Sie Ihre Freizeit?“
Viele Bewerber glauben, dass es besser ist, dem Arbeitgeber zu vermitteln, dass man keine anderen Interessen als die Arbeit habe. Das ist aber fast immer falsch. Es geht auch nicht darum, ein komplettes Freizeitprofil zu liefern. Eine Aussage wie: „Einmal die Woche spiele ich im Verein Fußball“ lässt beispielsweise positive Rückschlüsse auf die Teamfähigkeit zu. Gefährliche Sportarten wie Bungeejumping oder Fallschirmsport sollten möglicherweise nicht sofort erwähnt werden, da der Arbeitgeber bei Unfällen mit langen Ausfallzeiten des Arbeitnehmers rechnen muss. Wie bei allen Antworten gilt auch hier: Keine Geschichten erfinden, sondern bei den Tatsachen bleiben. Überlegen Sie, ob es Hobbies gibt, die sich auch beruflich nutzen lassen (z.B. Umgang mit speziellen PC-Programmen oder Videobearbeitung in der Freizeit). Solche Zusatzfähigkeiten könnten Arbeitgeber positiv beeinflussen.
